Dritter Tätigkeitsbericht

Einleitung

Dies ist der dritte Tätigkeitsbericht meines Auslandsdienstes. Das Projekt, bei dem ich arbeitete, hieß „Progress by Technology“. Ziel dieses Berichtes ist es einen Überblick zu geben, was ich in meinen letzten vier Monaten gemacht habe.

Arbeit in Mission Press

Da ich weiß, wie man Homepages erstellt, wurde ich beauftragt eine neue Homepage für die Mission Press zu erstellen. Zuerst arbeitete ich ein Konzept aus, das von meinen Vorgesetzen angenommen wurde. Es ging darum den Focus der Homepage mehr auf die Dienstleistungen von Mission Press zu legen und den Besucher nicht mit zu viel Text abzuschrecken. Die Homepage wurde mit einem CMS-System namens Joomla erstellt. Dies ermöglicht das einfache Bearbeiten von Texten und Bildern. Ich versuchte, alles was ich machte meinen Arbeitskollegen zu erklären, damit sie zumindest eine grundsätzliche Idee bekamen, wie man eine Website macht. Perry konnte ich auch weitere Details geben. Er hat jetzt schon seine zweite Homepage selber gemacht. Während ich die Homepage machte, hatte ich viel Kontakt mit jeder Abteilung in der Mission Press. Es war interessant mit diesen Leuten zusammen zu arbeiten. Manchmal brauchte es auch ein wenig Überzeugungsarbeit, dass wir eine erneuerte Homepage benötigen. Die Homepage ist nun schon länger fertig und kann unter www.missionpress.org begutachtet werden.

Nachdem die Homepage gut ankam, bekam ich auch den Auftrag für die nächste. Es handelte sich um die Twikantane, die Schule in der auch Zivis unterrichten. Diese Homepage ist aber noch nicht fertig.

Ein weiteres Projekt, an dem ich arbeitete, war die Ausstattung des Internetcafés mit WLAN. Das Internetcafé wird auch von Mission Press erhalten und das Problem dort war, dass es nur Computer gab, an denen man im Internet surfen konnte. Es war nicht möglich mit seinem eigenen Laptop oder einem Handy im Internet zu surfen, weil es kein WLAN gab, bei dem man auch richtig abrechnen konnte. Das System, das ich implementierte, hat aber noch seine Startschwierigkeiten. Ich arbeitete mit dem neuen Zivildiener Philipp an der Problemlösung, aber wir fanden den Fehler nicht. Ich weiß nicht genau, ob das System mittlerweile schon läuft.

Einer unsere Server auf dem die Daten von der Buchhaltung und der Zeitabrechnung sind, war schon veraltet und die Backup-Strategie funktionierte nicht mehr. Deshalb bauten wir einen neuen Server zusammen und installierten ein zeitgemäßes Betriebssystem. Außerdem werden die Daten nun ordentlich gesichert.

Zwischendurch bemühten wir uns um ein Angebot für einen Glasfaseranschluss. Glasfaser ist eine neue Technologie und soll die Kupferkabel ersetzen, die uns im Moment zum Internet verbinden. Auf die Idee mit Glasfaser kamen wir, als wir einen Internetausfall hatten, weil Diebe die Kabel klauten und das Kupfer verkauften. Wir holten Angebote bei einigen Anbietern ein, aber die monatlichen Kosten wären horrende hoch gewesen. Am liebsten wäre ich Glasfaserinternetanbieter geworden. Nur um eine Zahl zu nennen, die monatlichen Kosten wären über 1000,- Euro für eine langsame Leitung gewesen. Deshalb wird es sicher noch dauern bis Mission Press mit Glasfaser verbunden wird.

Den letzten Monat, den ich in Sambia verbrachte, wies ich den neuen Zivildiener Philipp Reiser in meine Arbeit ein. Er sollte die Verpflichtungen von mir, für das nächste Jahr übernehmen. Auch Martin Freimüller, den neue Zivildiener führte ich in seine Tätigkeiten ein.

In diesem Zuge fuhr ich auch mit den beiden nach Livingstone, um dem Audio- und Videostudio von Mission Press beim Aufbau der Bühne und dem Soundsystem zu helfen. Während der Veranstaltung wurden wir zum Fotografieren eingeteilt.

Freizeit

In Ndola steht das größte Fußballstadion von Sambia. Es wird Levy Mwanawasa Stadion genannt und hat Platz für 45.000 Zuschauer. Es ist ein Geschenk von China. Ich kann mir das nur so erklären, dass es ein ominöses Gegengeschäft für Rechte am Abbau von Ressourcen (hauptsächlich Kupfer) in Sambia gab. Die Sambier nehmen das “Geschenk” an und die Nationalmannschaft spielt dort im Stadion. Deshalb waren wir öfters auf den Fußballspielen um „unser“ Team zu unterstützen. Dort passierte mir auch der einzige Diebstahl in diesem Jahr. Nachdem wir die Tickets gekauft hatten, klaute mir jemand diese aus der Hosentasche. Sie waren nicht besonders viel wert, aber es war schon ein seltsames Gefühl beklaut zu werden. Nichts desto trotz gingen wir ins Stadion und Sambia hat den COSAFA Cup gewonnen.

Eines Abends gingen Philipp Warum und ich zu einer sambischen Familie, um eine österreichische Jause zu essen. Philipps Eltern hatten Speck und Käse aus Österreich mitgebracht. Dazu aßen wir noch Schwarzbrot, Eier und Zwiebeln. Den Sambiern schmeckte es gut, oder sie waren einfach nur gastfreundlich.

Während den letzten Monaten hatten Philipp und Gernot einige Probleme mit ihrem Visa bzw. der Immigration. Als sie kurz davor waren, das Land verlassen zu müssen, war das keine angenehme Zeit, auch für mich als Glücklicher der keine Probleme hatte. Gott sei Dank löste sich das Thema am Schluss doch noch gut auf. Es zeigte mir aber, was für Probleme Behördenwillkür machen kann.

Wie ich auch schon bei der Arbeit in der Mission Press schrieb, verbrachte ich den letzten Monat damit, die neuen Zivildiener Philipp und Martin in ihrem neuen Leben in Afrika zu begleiten. Das fing schon damit an, dass wir sie in der vier Stunden entfernten Hauptstadt Lusaka vom Flugzeug abholten. Danach versuchte ich ihnen alles, was ich so in diesem Jahr an Erfahrungen sammelte mitzugeben, damit sie darauf aufbauen können.

Der Abschied von meinen neuen Freunden in Afrika war nicht gerade einfach. Wir machten eine kleine Abschlussfeier, wo ich nochmals alle Leute die mich in diesem Jahr begleiteten einlud.

Schlusswort

Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und blicke auf ein ereignissreiches Jahr in Sambia zurück. Es ist gar nicht so einfach, sich wieder alle schönen Momente in Afrika in Erinnerung zu rufen, ohne ein wenig Fernweh zu bekommen. Am Ende dieses Auslandszivildienstjahres möchte ich mich bei allen bedanken, die mir diese Jahr ermöglichten. Dies sind die Pfarre Frastanz, dem Projektleiter Stefan Krammer und dem BMI.

Posted in private, zambia

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Über mich

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