Fußball in Sambia

Ich sitze gerade zusammen mit den Priestern im Fernsehraum und schaue mir das Finale des Africa Cup of Nations an. Im Fernseher läuft noch Werbung: “In Africa we don’t play soccer, we live it”. Dies erklärt die Situation, wie ich sie in Sambia kenne, ziemlich gut. Heute ist also das Finale des AFCON, die Abkürzung von Africa Cup of Nations, zwischen Nigeria und Burkina Faso. Das Fußballturnier, ist in etwa vergleichbar mit der Europameisterschaft nur selbstverständlich mit allen afrikanischen Ländern. Burkina Faso kam als Außenseiter in das Turnier und ist schon sehr glücklich im Finale zu sein. Doch wenn man schon mal im Finale dieses Turniers steht, will man natürlich auch gewinnen.

Letzes Jahr war Sambia’s “Chipolopolo” gegen Elfenbeinküste im Finale des Cups und jeder in Sambia weiß wie das ausgegangen ist! Chipolopolo ist der Spitzname der Mannschaft. Es steht für “The Copper Bullets”. Sambia gewann letztes Jahr in einem Herzschlagfinale im Elfmeterschießen mit 8:7. Ziemlich am Anfang, als ich nach Sambia kam, habe ich das Elfmeterschießen in voller Länge am Computer anschauen dürfen. Jeder Sambier ist stolz über diesen Sieg. Aufgrund dieses Abschneidens, war die Erwartungshaltung dieses Jahr, sehr hoch. Leider ist es unserem Team nicht gelungen, über die Gruppenphase hinaus zu kommen. Wie man unschwer am “unserem Team” erkennen kann, bin ich natürlich ein Anhänger der Sambiersupporter.

Das Fanwesen geht soweit, dass Leute Spiele nicht anschauen, weil sie Angst haben eine Herzattacke zu bekommen. Schon in der Gruppenphase hatte ca. 30% der Sambier ein Trikot ihrer Mannschaft an und kamen damit zur Arbeit oder liefen in der Stadt damit rum. Als ich Eines erwerben wollte, gab es leider keines mehr in meiner Größe. Ich werde mir aber sicher noch Eines besorgen. In der Zwischenzeit habe ich mir einen Schal zugelegt. Es ist auch so, dass jede Musikgruppe die etwas von sich hält, einen Song über die Nationalmannschaft herausbringt.

Wenn ich mit Leuten hier in Sambia über Fußball rede, hat eigentlich jeder ein Team in Europa,von dem er oder sie Fan ist. Meistens in der englischen Premier League. Es ist immer ein gutes Thema, um ins Gespräch zu kommen. Ich halte mich da aus den Fronten und sage, dass mein favorisierter Club aus Spanien kommt (FC Barcelona).

In Ndola steht das das größte Stadion von Sambia. Es wird Levy Mwanawasa Stadium genannt und hat Platz für 45.000 Zuschauer. Es ist ein Geschenk von China. Ich kann mir das nur damit erklären, dass es ein ominöses Gegengeschäft für Rechte am Abbau von Ressourcen (hauptsächlich Kupfer) in Sambia ist. Na ja, die Sambier nehmen das “Geschenk” an und die Nationalmannschaft spielt dort im Stadion. Ich war auch schon im Stadion, wie man auf den Fotos sieht, aber noch nicht bei der Nationalmannschaft. Es war einfach noch kein Spiel der Nationalmannschaft, seit ich in Afrika bin. Ich denke aber, dass ich noch das eine oder andere Spiel anschauen kann.

Auf den Fotos war ich beim Finale des Barclays Cup. Vergleichbar mit dem Cup in Österreich oder Deutschland. MissionPress hat dort die Boxen für die Halbzeitshow gestellt. Dadurch kam ich direkt an den Spielfeldrand. Unvorstellbar in Europa. Da ich nicht erwartete, so nahe am Geschehen zu sein, hatte ich keine Digitalkamera dabei. Doch mit dem Handy habe ich ein paar verwackelte Fotos gemacht. Obwohl das Stadion nicht voll war, war die Stimmung enorm (nicht vergleichbar mit dem Alpenstadion zu Falazera).

Manche Fotos sind noch von einem Fußballturnier, bei dem ich mit meiner Firma mitspielte.

Das Spiel ist vorbei. Nigeria ist der Sieger des Africa Cup of Nations 2013! Und nächste Woche geht es weiter mit den Championsleague-Partien.

Posted in private, zambia

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