Zweiter Tätigkeitsbericht

Alle 4 Monate müssen wir für das Ministerium in Österreich einen Bericht über unsere Arbeit schreiben. Unten ist mein zweiter Bericht. Das bedeutet ich bin jetzt schon 8 Monate in Sambia.

Einleitung

Dies ist der zweite Tätigkeitsbericht meines Auslandsdienstes. Das Projekt, bei dem ich arbeite, heißt „Progress by Technology“. Ich lebe und arbeite im Moment in Sambia. Ziel dieses Berichtes ist es einen Überblick zu geben, was ich in den letzten vier Monaten gemacht habe und wie es mir dabei ergangen ist. Zuerst werde ich ein wenig über Sambia und MissionPress erzählen. Es folgt ein Bericht meiner Arbeit in MissionPress und ein paar Eindrücke aus der Freizeit.

Arbeit in MissionPress

Die Arbeit hat sich seit dem letzten Bericht nicht wesentlich verändert. Ich bin immer noch im IT-Office stationiert und leiste dort meine Arbeit im Dienste von Missionpress. Die Arbeit hat sich in der Hinsicht geändert, dass sie etwas mehr geworden ist. Die Mitarbeiter waren zu Beginn in bisschen skeptisch, ob man ihre Probleme auch lösen kann. Wenn man dann aber schon ein paar Probleme für sie gelöst hat, kommen sie sehr gerne wieder zu einem.

Ziemlich kurz nach dem ersten Bericht begann ich unseren Internet-Gateway neu einzurichten. Da er eine veraltete Version war, funktionierte er nicht mehr richtig. Die Aufgabe des Internet-Gateways ist, unser internes Netzwerk mit dem Internet zu verbinden und die Adressierung (mit IP Adressen) der Computer vorzunehmen. Die Verbindungen sind drei Anschlüsse des lokalen Telekomanbieter Zamtel und ein Satellitenanschluss. Den Satellitenanschluss haben wir momentan aber wegen einer neuen gesetzlichen Regelung abgeschaltet. In dem Gesetz geht es darum, dass ein Satelliten-Internetanbieter aus dem Ausland große finanzielle Forderungen stellen kann. Der Internet-Gateway wurde erfolgreich in die Serverlandschaft eingepflegt und verrichtet jetzt seinen Dienst. Er ist nicht mehr, wie so oft zuvor, die Ursache von diversen Problemen. In letzter Zeit waren Internetausfälle meistens auf unseren Internetanbieter Zamtel zurückzuführen. Die Befürchtung, dass Zamtel während der Regenzeit Probleme mit ihrem Internet hat, weil Leitungen durch den Regen beschädigt werden, ist nicht eingetroffen. Obwohl ich mir nach den ersten starken Regenfällen Anfang des Jahres, dies gut vorstellen hätte können. Eher im Gegenteil. Jetzt wo die Regenzeit vorbei ist, gibt es wieder vermehrt Ausfälle. Dadurch, dass wir drei Leitungen haben, können wir aber Ausfälle von einzelnen Leitungen mit den anderen kompensieren. Die Verwaltung welche Leitung wann für was verwendet wird, ist auch Aufgabe des Internet-Gateways.

In Sambia ist es nicht unüblich, dass hin und wieder der Strom ausfällt. Das kann manchmal wenige Stunden oder nur einige Sekunden sein. Auch wenn der Ausfall nur einige Sekunden ist, würden die Computer trotzdem abstürzen. Deshalb haben wir zur Überbrückung dieser Ausfälle UPS-Systeme. Diese wurden schon von vorherigen Freiwilligen installiert.  UPS (Uninterruptible power supply) ist eine Art Batterie, die zwischen der Steckdose und dem Computer angeschlossen wird und kurze Stromausfälle kompensieren kann. Diese bereits installierten UPS-Systeme wurden nun aus Südafrika von meinem Zivipartner Gernot bestellt und ersetzen einige alte Systeme. Diese funktionierten nicht mehr oder benötigten neue Batterien.
Im Zuge des Ersetzens der neuen UPS-Systeme im Serverraum, räumte ich diesen auch mal wieder auf und strukturierte die Verkabelung neu. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder neue Kabel an- und abgeschlossen und es war einfach nur noch ein Wirr-Warr an Kabeln. Der Serverraum strahlt jetzt in neuem Glanz.

Eine sehr interessante Erfahrung vor einigen Wochen war, dass Gernot und ich mit unserem Audio-Studio und dem gesamten Musikequipment in die sambische Hauptstadt Lusaka mitfahren durften. Unsere Boxen sorgten für den guten Sound bei zwei Konzerten von Don Moen. Der Musiker singt vor allem Lieder mit religiösen Texten und ist in Afrika und Amerika sehr bekannt. Meine Aufgabe war es, beim Aufstellen der Boxen und der Verkabelung der Anlage mitzuhelfen. Das erste Konzert war in einem Stadion und das zweite in einer Kirche die Platz für 7000 Leute hat.

Zwischen einigen Arbeiten, die etwas mehr Zeit brauchen, fallen immer wieder kleiner Arbeiten an. Meistens ist dies der Support bei Computerproblemen.

Freizeit

Meine Freizeitgestaltung hat sich gegenüber dem ersten Bericht nicht wesentlich verändert. Wir waren während der Regenzeit etwas weniger in unserem Insaka (afrikanische Hütte) und mehr in den Räumen. Mittlerweile treffen wir uns wieder öfters im Insaka. Manchmal grillen wir auch hinter der Hütte. Auch an meinem Geburtstag grillten wir und ich habe ein paar Freunde zu uns eingeladen. Es war ein sehr schöner Abend.

Besonders gefreut hat mich der Besuch meiner Eltern Ende März. Wir besuchten gemeinsam die Victoria-Wasserfälle, welche von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurden.  Der Besuch
der Hauptstadt Lusaka, Livingstone und eine dreitägige Safari standen auch auf dem Programm. Danach besichtigten meine Eltern mein Projekt hier in der Missionpress und durften  die Gastfreundschaft der Franzikaner Mönche hier im Franziscan-Center genießen.

In letzter Zeit spielte ich ab und zu Squash. Diese Sportart ist eine gute Abwechslung zum Sitzen im Büro und macht sehr viel Spaß.

Schlusswort

Mein Aufenhalt hier in Sambia gefällt mir immer noch ganz gut. Diese Berichte sind immer wieder ein Zeichen, wie schnell die Zeit vergeht. Die Arbeit und die Freizeit hat sich nicht wesentlich verändert, aber es sind einige neue, interessante Aspekte dazu gekommen.

Arbeitskollege Perry und ich bei einem Fußballturnier das wir als Firmenmannschaft bestritten haben.

Arbeitskollege Perry und ich bei einem Fußballturnier das wir als Firmenmannschaft bestritten haben.

Ich und Kinder aus dem Waisenhaus. Manchmal gehe ich dort vorbei und die Kinder haben eine große Freude wenn man einfach nur mit ihnen spielt (oder ihnen eine Digitalkamera zeigt)

Ich und Kinder aus dem Waisenhaus. Manchmal gehe ich dort vorbei und die Kinder haben eine große Freude wenn man einfach nur mit ihnen spielt (oder ihnen eine Digitalkamera zeigt)

Posted in private, zambia

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Über mich

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
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